MPU Cannabis: Was hat sich durch die Legalisierung geändert?
Seit April 2024 ist Cannabis in Deutschland für Erwachsene zum privaten Konsum legal. Was viele nicht wissen: An den Fahreignungsregeln hat sich dadurch nichts geändert. Die Fahrerlaubnisverordnung (FeV) unterscheidet nicht zwischen legalem und illegalem Konsum – entscheidend ist, ob Sie fahrgeeignet sind.
Wichtig: Legaler Konsum schützt nicht vor einer MPU. Wer regelmäßig Cannabis konsumiert und Kraftfahrzeuge führt, muss weiterhin damit rechnen, dass die Behörde die Fahreignung in Frage stellt.
Was wird bei der MPU Cannabis geprüft?
Die MPU wegen Cannabis prüft vor allem, ob Sie die Fähigkeit und den Willen haben, Konsum und Fahren sicher zu trennen. Der Gutachter unterscheidet dabei zwischen:
- Gelegentlichem Konsum: Hier kommt es darauf an, ob Sie glaubwürdig nachweisen können, dass Sie niemals unter Einfluss gefahren sind und das künftig sicher ausschließen können.
- Regelmäßigem Konsum: Bei regelmäßigem Gebrauch wird meist vollständige Abstinenz verlangt – für mindestens 12 Monate, nachgewiesen durch Laborwerte.
- Abhängigkeit: Bei festgestellter Cannabis-Abhängigkeit sind die Anforderungen am höchsten: Abstinenz, Therapienachweis, medizinische Kontrolluntersuchungen.
Was fragt der Gutachter konkret?
Im Gutachtergespräch geht es um Ihre persönliche Geschichte mit Cannabis: Wie lange haben Sie konsumiert? In welchen Situationen? Was hat sich verändert? Und – ganz zentral – wie stellen Sie sicher, dass Sie nie wieder unter Einfluss fahren oder Ihren Konsum so kontrollieren, dass die Fahrsicherheit gewährleistet ist?
Einstudierte Antworten erkennen Gutachter sofort. Was zählt, ist ehrliche, tiefe Reflexion. Die erarbeiten wir gemeinsam in der Beratung.
Jetzt kostenlos Situation einschätzen lassen
Im Erstgespräch (30 Min., kostenlos) klären wir gemeinsam, was in Ihrem Fall gilt und wie eine Vorbereitung aussehen kann.
WhatsApp schreibenMehr zum Thema lesen Sie in meinem ausführlichen Ratgeber: MPU wegen Cannabis – Was erwartet Sie wirklich?