Was wird bei der MPU wegen Drogen geprüft?
Die MPU wegen Drogen gehört zu den anspruchsvollsten Varianten. Dabei spielt es eine Rolle, welche Substanzen konsumiert wurden, wie regelmäßig der Konsum war und ob eine Abhängigkeit vorlag. Der Gutachter prüft:
- Die Konsumgeschichte und die Hintergründe des Drogenkonsums
- Ob eine Substanzabhängigkeit vorlag oder vorliegt
- Welche konkreten Veränderungen seit dem Vorfall stattgefunden haben
- Welche Strategien Sie entwickelt haben, um dauerhaft drogenfrei zu bleiben
- Ob ggf. eine Therapie absolviert wurde und wie Sie diese reflektieren
Wichtig: Wer bei harten Drogen ohne vorherige Therapie oder intensiver eigener Auseinandersetzung zur MPU erscheint, hat wenig Chancen. Die Vorbereitung muss tief gehen – das geht in der Beratung Schritt für Schritt.
Abhängigkeit oder Missbrauch – macht das einen Unterschied?
Ja. Der Gutachter unterscheidet zwischen gelegentlichem Drogenkonsum (Missbrauch) und Abhängigkeit. Bei Abhängigkeit werden höhere Anforderungen gestellt – typischerweise eine absolvierte Therapie, 15 Monate Abstinenz und umfangreiche Labornachweise.
Auch wenn Sie keine klinische Abhängigkeit hatten, müssen Sie nachweisen, dass Sie dauerhaft abstinent leben können und die Risiken verstehen. Im Erstgespräch klären wir, was in Ihrem Fall gefordert wird.
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